1944

Samstag, 01. Juli 1944

Es kommt zum Luftkampf mit Mustangs der 15.US-Lfl. Hauptm. Lipfert (28.) kann mit dem Ab­schuß einer Mustang, seinen 145.Luftsieg verbuchen. Uffz. Heinz Krah , 6. Staffel schießt ebenfalls eine Mustang ab, wird dann aber selbst abgeschossen. Schwer ver­wundet wird er ins Lazarett Sächsisch Regen gebracht, wo er am am 8. 9. verstirbt. Uffz. Fritz Zaubitzer (24) 5. Staffel, auch er ist ein Opfer der überlegenen Mustangs. Aufschlagbrand 9 km südlich von Sächsisch-Regen.

Ltn. Otto Fönnekold, Staffelkapitän der 5. Staffel, ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz (28.03.1944), muss nach Abschuß von 3 Mustangs den Luftkampf abbrechen und fliegt zurück.

Mit Wirkung zum 1. Juli wird Uffz. Walter Franke, 1. Wart in der 6. Staffel, zum Feld-webel befördert.

Sonntag, 02. Juli 1944

Nach seinem 266. Luftsieg  werden dem Oltn. Erich Hartmann, als 75. Soldaten der Wehrmacht die Schwerter zum Ritterkreuz verliehen.

Sonntag, 09. Juli 1944

Ltn. Otto Fönnekold (24), Kapitän der 5. Staffel, wird um 14.30 Uhr, Nähe Flupplatz Jassy, im Luftkampf mit zwei Jak 9 verwundet.

Montag, 10. Juli 1944

Ltn. Friedrich Haas (20) muß auf einem Überführungsflug, infolge Spritmangel, etwa

35 km westlich Stryj bei Borislaw, notlanden. Leicht verletzt wird er ins Lw.-Lazarett Pruskawiec gebracht. (Bf 109 G-6 Werknr.163 574 „Schwarze 8“).

Verleihung des Deutschen Kreuzes i. G. an Kommodore Oberstlt. Dietrich Hrabak.

Freitag, 14. Juli 1944

Leutn. Walter Wolfrum kann bei 3 Einsatzen je einenRussenjäger abschießen. Drei “Waidmänner“ der 3. Staffel, Schirrmeister Feldw. Albin Anger und die 1. Warte StGefr. Ludwig Bauer und StGefr. Hugo Brüning, gehen in einem in der Nähe des Fpl. Peloniezna liegenden Wald auf Jagd. Vermutlich waren von der anderen “Feldpostnummer“ auch welche auf der Pirsch. Keiner von den dreien ist zurückgekommen, sie mußten als vermißt gemeldet werden.

Samstag, 15. Juli 1944

Nachdem Ltn. Wolfrum am Vormittag einen IL-2 “Schlächter“ (10.54 Uhr) abschoß, probiert er es am Nachmittag noch einmal, und schießt um 16.55 und 17.02 Uhr, je ei­ne Airacobra, sowie gegen 17.14 Uhr eine Jak 9 ab.

Oltn. Eberhard v. Treuberg, StKptn. 7. Staffel, wird versetzt. Er übernimmt im Jagdge­schwader 3 “Udet“ die Führung der 12. Staffel.

Sonntag, 16.  Juli 1944

Ein “Goldener“ und ein “Schwarzer“ Tag für Ltn. Walter Wolfrum. Es gelingt ihm wie­der einmal eine tolle Tagesserie hinzulegen. Von 07.14 Uhr, Abschuß einer Jak 9, bis um 15.52 Uhr, Abschuß einer Airacobra, hat er zehn Iwans gezeigt, wo es lang geht. Luftsiege 117 bis 126. Aber dann erwischt es ihn böse. Auf Teufel komm raus versuchen die “Roten Falken“, es diesem “Messer-Piloten“ heimzuzahlen und sie schaffen es. Schwer verwundet bringt man ihn ins Lazarett nach Lemberg. (Bf1O9G-6 Werknr.163 631 „Weiße 6“).

Montag, 17. Juli 1944

Oltn. Manfred Eberwein wird mit der Führung der  1. Staffel beauftragt

Dienstag, 18. Juli 1944

Ltn. Friedrich Puchberger (21), ein Ostmärker vom Stab IIl. Gruppe kehrt vom Feindflug nicht zurück. Vermutlich ist er im Raum Mosty  Wjelkie durch Flak abgeschossen worden. (Bf109G~6 Werknr.165 073)

(Auf einer Qum.Liste (RLM) wird er als gefallen geführt).

Donnerstag,  20.  Juli 1944

Ogef. Heinz Beyer, 1. Staffel, startet zu einem Wetterflug. Bei niedriger Wolkenhöhe bekommt er 1 km östlich Rozdot, bei Lemberg, Baumberührung und stürzt ab. Schwer verletzt wird er in das Kriegslazarett Stryl eingeliefert, wo er auch am 28. Juli seinen 22. Geburtstag “feiert“. (Bf 109 G-6 Werknr.163 779  „Weiße 10“).

Hptm. Wilhelm Batz, Kommandeur der lll. Gruppe, wird nach über 180 Lufsiegen als 526. Soldat der Wehrmacht mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

Sonntag,  23.  Juli 1944

Im Luftkampf mit russischen Jägern wird Uffz. Bernhard Meyer (21) abgeschossen und springt etwa 5 km östlich Chodorow, bei Lemberg, mit dem Fallschirm ab. Dabei ver­letzt er sich leicht. (Bf 109 G-6 Werknr. 165 040 Gelbe 2).

Montag,  24. Juli 1944

Hptm.Adolf Borchers, Kdr. l. Gruppe, erzielt seinen 100. Luftsieg.

Gefr. Robert Anlauf von der 3. Staffel, kann um 18.39 Uhr seinen 1 .Luftsieg, eine Pe-2 erringen.

Mittwoch,  26.  Juli 1944

Beim Alarmstart der 1. Staffel vom Feldflugplatz Lysiatyce b.Lemberg stürzt Fhj. Uffz. Ernst Kienitz (geboren in Argentinien) ab. Schwer verletzt wird er ins Kriegslazarett 5 Krakau gebracht. (Bf 109 G Werknr. 165 063 „Weiße 8“).

Ltn. Friedrich Haas, 5. Staffel, wird mit dem Deutschen Kreuz i. G. ausgezeichnet. Im Herbst 1943 kam er als “Neuling“ zur Staffel.

Donnerstag, 27.  Juli 1944

Großer Ordenssegen für das Geschwader:

Verleihung des Ritterkreuzes an Ltn.Walter Wolfrum, Kapitän der 1. Staffel. Mit einer großen Zeremonie wird ihm der Dödel“ im Lazarett ausgehändigt.

Bei der 9. Staffel (Karaya) werden, Ltn. Herbert Bachnick nach 79 Luftsiegen und Fhj. Fw. Hans-Joachim Birkner nach 98 Luftsiegen, mit dem Ritterkreuz ausgezeich­net.

Freitag, 28. Juli 1944

Es liegt eine unbestätigte Meldung vor (keine WAST-Meldung) daß der Gefr. Richard Osing, Pilot in der lII. Gruppe, gefallen ist.

Sonntag 30. Juli 1944

Ltn. Theo Rimpp (21), 6. Staffel, startet um 10.30 Uhr im Verband zum Feindflug. Nach Tiefangriffen 9 km nord-östlich Krosno wird er vermißt. (Bf I09 G-6 Werknr. 411 715 RW+XH)

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