Josef Zwernemann

Hauptmann


* 26.03.1916 Kirchworbis/Eichsfeld/Provinz Sachsen
† 08.04.1944 bei Gardelegen/Altmark

RK 23.6.1942 als Oberfeldwebel, EL (Nr. 141) 31.10.1942, DK (25.5.1942) EP 12.12.1941


“Jupp” leistete seinen  Wehrdienst bei der Kriegsmarine ab und kam später zur  Luftwaffe. Seit 1.3.1940 gehörte er als Unteroffizier  zur 7./JG 52, mit der er am Frankreich-Feldzug teilnahm.  Im Juli 1940 schoß er eine Spitfire als ersten Luftsieg  ab. Im Mai 1941 flog er Einsätze über Kreta. An der  Ostfront arbeitete er sich langsam mit an die Spitze  seiner an jagdfliegerischen Talenten reichen Gruppe. Ende 1941 hatte er ungefähr 20 Abschüsse auf seinem Konto,  bis Mai 1942 waren es bereits über 30 und das  Ritterkreuz wurde ihm nach 57 Luftsiegen verliehen. Im  September 1942 konnte er über 30 Gegner abschießen. Am  1.10.1942 erzielte er den 100 – 103. Abschuß und wurde  mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Im Frühjahr 1943 wurde  er zum Leutnant befördert und errang am 15.4.1943 bei  der 9./JG 52 den 113. und am 7.5.1943 den 117. Luftsieg.  Ende Mai 1943 ging er als Jagdlehrer zur Erg.Gr. Ost, kam  dann im Herbst 1943 zur 3./JG 77 nach Italien und wurde  am 15.12.1943 zur 1./JG 11 in die Reichsverteidigung  versetzt, wo er seine letzten 9 Abschüsse im Kampf gegen  die anglo-amerikanische Luftwaffe erkämpfte.

Josef Zwernemann führte die 1./JG 11 seit dem 15. Dezember. Zuerst als Staffelführer  (Kapitän war zu dieser Zeit Hptm. Simsch), dann ab dem  8.2.1944 als Staffelkapitän. Am 8. April startete die 1. /JG 11 in Rotenburg im Rahmen des Stabes, der I. und III./JG 11 auf einen einfliegenden B-24 Verband der 2. BD der  von P-51 geschützt wurde. Daraufhin meldete das JG 11 acht  Ab- und Herausschüsse von Bombern und den Abschuß von 6  P-51 Mustangs. Der Preis dafür war jedoch hoch mit 20  Maschinen an Verlusten und 11 Gefallenen und drei  Verwundeten.

Drei Gefallene  entfielen auf die 1. Staffel, die u.a. ihren Kapitän  Josef Zwernemann einbüßte. Kameraden berichteten das er  am Fallschirm beschossen worden sei und dabei seine  tödlichen Verletzungen erlitt.  (Fw 190 A-7, 431164, “Weiße 11”).

Ungefähr 600 Feindflüge, 126 Luftsiege.

(  © + ®  Dokumentation von Ernst Obermeier & Robert Emmert & Norbert Beyerlein &  Bernd Barbas & M.H.H.W.  und Archiv TG-JG52 e. V. )

Luftsiege beim JG 11: 

118. 13.02.44   P-38

  • 119. 24.02.44   B-24
  • 120. 03.03.44   B-17
  • 121. 06.03.44   B-17
  • 122. 06.03.44   B-17
  • 123. 08.03.44   B-17
  • 124. 08.03.44   P-47
  • 125. 08.04.44   B-24    13.47 Uhr im Raum Uelzen
  • 126. 08.04.44   P-51    13.48 Uhr bei Salzwedel

Quelle: Prien, J. / Rodeike, P.: Jagdgeschwader 1 und 11 (Teil 1 und 2)