Siegfried Simsch

Hauptmann


* 06.09.1913 Posen
† 08.06.1944 bei Rennes / Frankreich

RK 1.7.1942 als Oberleutnant, DK 1942, EP 20.12.1941


Vor dem Kriege gehörte er dem JG 134 an und war in den ersten Kriegsmonaten bei einem Fliegerausbildungsregiment eingesetzt. Im Herbst 1940 kam er zur 5./JG 52 an den Kanal und erzielte am 14.2.1941 seinen ersten Luftsieg. In Rußland wurde er am 7.9.1941 Staffelkapitän 5./JG 52 und hatte bis zum Jahresende 1941 etwa 20 Luftsiege erzielt. Am 29.5.1942 wurde er im Luftkampf verwundet und er sprang mit dem Fallschirm ab. Nach 45 Luftsiegen wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 30.10.1942 errang er den 51. – 52. Luftsieg. Am 4.11.1942 wurde er nach Luftkampf bei einer Notlandung verletzt (Bf 109 G-2, 13711, “Schwarze 1”). Wegen dieser Rückgratverletzung erhielt er für lange Zeit Flugverbot. Im Herbst 1943 wurde er Staffelkapitän 10./JG 11 an der Deutschen Bucht. Am 1.6.1944 übernahm er die I./JG 11 als Kommandeur.

Am 8.6.1944 fiel er bei Vitré östlich Rennes im Luftkampf mit P-51 Mustang (FW 190 A-8, 730448, “Gelbe 2”).

Etwa 400 Feindflüge, mindestens 54 Luftsiege, davon 1 im Westen. Ob er während des Einsatzes in der Reichsverteidigung noch Abschüsse erzielt hat, ist nicht bekannt.

(  © + ®  Dokumentation von Ernst Obermeier & Robert Emmert & Norbert Beyerlein &  Bernd Barbas & M.H.H.W.  und Archiv TG-JG52 e. V. )