Edmund Roßmann

Leutnant


* 11.01.1918 Caaschwitz Kreis Gera/Thüringen


RK 19. 3.1942 als Feldwebel, DK 24. 7.1942, EP 6.11.1941


»Paule« kam am 1.3.1940 als Unteroffizier zur 7./JG 52 und nahm am Frankreich-Feldzug und an den Luftkämpfen gegen England teil, wo er 6 Luftsiege erzielte, darunter ein Flugboot. Er war einer jener Rotten- und Schwarmführer, die mit ihrer Ruhe, Zuverlässigkeit und Kaltblütigkeit das Rückgrat der Jagdverbände darstellten. An der Ostfront brachte er es bis Ende 1941 auf 32 Luftsiege, das Ritterkreuz wurde ihm nach über 250 Feindflügen und 49 Abschüssen verliehen. März bis Anfang Juni 1942 war er Jagdlehrer bei der Erg. Gr. Ost und kehrte dann zu seiner Staffel zurück Trotz dieser langen Pause konnte er seine Abschußzahl bis Ende 1942 fast verdoppeln und errang am 29.11.1942 den 80. Luftsieg.

Am 9.7.1943 flog er mit einem Schwarm Aufklärung und freie Jagd im Raum Belgorod, von dem keiner zurückkam. Roßmann beobachtete die Notlandung eines Kameraden auf russischem Gebiet und landete daneben, um ihn aufzunehmen. In diesem Augenblick erschien russische Infanterie, traf Lt. Seyler beim Versuch, in seine Maschine zu steigen, tödlich und verwundete Roßmann (Bf 109 G-6,  Werknr. 20154, “Weiße 4”). Er geriet in Gefangenschaft, aus der er im Oktober 1949 zurückkehrte. Nachträglich zum Leutnant befördert.

640 Feindflüge, darunter viele Tiefangriffe, 93 Luftsiege, davon 6 West.

(  © + ®  Dokumentation von Ernst Obermeier & Robert Emmert & Norbert Beyerlein &  Bernd Barbas & M.H.H.W.  und Archiv TG-JG52 e. V. )