Helmut Lipfert

Hauptmann


* 06.08.1916 Lippelsdorf/Thüringen
† 12.08.1990 Einbeck/Niedersachsen

Ehrenpokal: 14.11.1943 DK in Gold: 28.01.1944
Ritterkreuz am 05.04.1944 als Leutnant & Staffelführer der 6./JG 52
Eichenlaub am 17.04.1945 als Hauptmann & Kommandeur I./JG 53
203. Luftsiege im Osten bei etwa 700 Feindflügen


Lipfert, als ehemaliger Führer des Reichsarbeitsdienstes trat er am 03.11.1937 in die Nachr. Abt.37 der 1. Panzerdivision ein und nahm mit dieser als Unteroffizier im September 1939 am Polen und Westfeldzug teil.

Anfang 1941 meldete er sich zur Luftwaffe, erhielt eine Jagdfliegerausbildung, wurde als Feldwebel am 16.06.1942 zum Kriegsoffizier-Anwärter ernannt und am 1.08.1942 zum Leutnant d. R. befördert.
Und so kam am 16.12.1942 als Leutnant zur 6./JG 52 an die Ostfront. Am 30.01.1943 erzielte er auf seinem 18. Feindflug den ersten Luftsieg und am 5.09.1943 seinen 20.  Nunmehr wurde er Staffelkapitän der 6./JG 52. Am 08.10.1943 bezwang er fünf Gegner (30. – 34.) und am 5.12.1943 seinen (69. bis 72.) Abschuss.

Am 25.01.1944 nach dem 88. Luftsieg ging er in Urlaub, kehrte Ende März 1944 zurück, erzielte am 1.04.1944 den 90. Luftsieg und wurde dann mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 11.04.1944 schoss er den 100. Gegner ab und am 24.10.1944 den 150.  bis ende 1944 hatte er 166 Abschüsse erzielt.
Am 15.02.1945 wurde er Kommandeur der I./JG 53 in Ungarn, errang am 8.04.1945 den 200. Luftsieg bei seinen letzten Feindflug in der nähe von Brünn den 203. Abschuss dafür erhielt er das Eichenlaub, welches ihm der kommandierende General des II. Fliegerkorps Gen.Ltn. Paul Deichmann überreichte.

Nach der Auflösung der I./JG 53 schloss er sich wieder seiner alten Gruppe an II./JG 52 und übernahm dort die 7. Staffel des JG 52 bis zum Kriegsende.
Daneben war er noch stellvertretender Kommandeur der 2. Gruppe. Auf einigen wenigen Fotos ( Siehe dazu: E. Obermeier/RK-Buch Jagdflieger/Seite 76-Mitte) trägt er am Revers seiner Uniformjacke das Abzeichen der 5./JG52 als quasi auch als Ersatz für ein Grup-penabzeichen diente.  Die 2. Gruppe hatte nie ein eigenes richtiges Gruppenabzeichen.
Laut Gustav Polinski, dem ehem. Spieß der 6./JG52 von 1939  bis 1945, bestätigte dieser uns gegenüber, dieses mehrfach. Das Teufelchen der 5./JG52 war seinerzeit ein gern gesehenes und auch lustiges Abzeichen und wurde in den späteren Kriegsjahren so auch mit  als Ersatz  für ein eigenständiges Gruppenabzeichen getragen.

Bei Kriegsende kam Lipfert nur kurz in amerikanischer Gefangenschaft.

Restliche Verleihungsdaten/Beförderungen, usw., soweit bekannt:

EK II:  02.03.1943; EK I:  29.04.1943;
23.12.1942 Flugzeugführerabzeichen: ; 26.04.1943 Frontflugspange in Gold:

P.S. Helmut Lipfert hat 1973 über  den Motorbuchverlag Stuttgart sein Buch:
„ Das Tagebuch des Hauptmann Lipfert „ herausgebracht.
Dieses Buch ist heute leider wenn überhaupt, nur noch auf dem antiquarischen Markt/Handel zu bekommen. Das Buch kann eventuell in besonderen Fällen, gegen Unkostenerstattung  bei uns ausgeliehen werden. Hin und wider bekommen wir auch eienes über den antiquarischen Markt oder aus einem Nachlass, welches wir dann in der 52er Fundgrube anbieten. Also öfter mal reinschauen.  ( N.B. & M.H.H.W. )

 

(  © + ®  Dokumentation von Ernst Obermeier & Robert Emmert & Norbert Beyerlein &  Bernd Barbas & M.H.H.W.  und Archiv TG-JG52 e. V. )

 

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