Franz Schall

Hauptmann


* 01.08.1918 Graz / Steiermark / Österreich
† 10.04.1945 Parchim / Mecklenburg

RK 10.10.1944 als Leutnant, DK (5.6.1944), EP 22.2.1944


Ursprünglich bei der Flak, ließ er sich ab September 1941 zum Jagdflieger ausbilden und kam am 18.2.1943 als Leutnant zur 3./JG 52 an die Ostfront. Am 6.5.1943 erzielte er den ersten Luftsieg, bis Jahresende 1943 hatte er es auf 26 gebracht, den 50. errang er am 17.5.1944. Am 11.8.1944 wurde er Staffelkapitän 3./JG 52, tags darauf war der 75. Abschuß fällig. Vom 22.8. bis 8.9.1944 brachte er 41 Gegner zum Absturz (77.-117.), darunter 11 am 26.8. (83.-93.) und 13 am 31.8.1944 (97.-109.), wofür er im OKW-Bericht namentlich genannt wurde.

Das Ritterkreuz wurde ihm nach 117 Luftsiegen verliehen, wobei er selbst viermal wegen Flaktreffern bei seinen zahlreichen Tiefangriffen zur Notlandung gezwungen wurde und sich einmal durch die russischen Linien schlagen mußte. Am 25.9.1944 wurde er als Kapitän der 2. Staffel zum Erprobungskommando Nowotny versetzt, die später in 10./JG 7 umbenannt wurde. Auch hier gehörte er dank seines Draufgängertums zu den erfolgreichsten Jagdfliegern. Mit seinen 16 Luftsiegen auf ‘Turbos’ gehört er an die Spitze der Düsenjägerpiloten im Zweiten Weltkrieg.

Am 10.4.1945 schoß er eine P-51 Mustang ab, machte in Parchirn eine Notlandung, wobei er in einen Bombentrichter rollte und bei der Explosion seiner Me 262 den Tod fand.  –  Zum Eichenlaub eingereicht.  –

Etwa 550 Feindflüge, darunter 35 mit Tiefangriffen, bei denen er 3 Panzer, 24 LKW, 1 Spähwagen, 1 Lokomotive, 1 Flak und 21 Gespanne am Boden vernichtete.

133 Luftsiege, davon 16 mit der Me 262  (5 Viermots).  Unter seinen 117 Ostabschüssen befinden sich 64 Il-2.

Lt. Schall auf kavalleristischen Abwegen

Lt. Schall auf kavalleristischen Abwegen

(  © + ®  Dokumentation von Ernst Obermeier & Robert Emmert & Norbert Beyerlein &  Bernd Barbas & M.H.H.W.  und Archiv TG-JG52 e. V. )