Nr: 14

Die Ritterkreuzträger des Jagdgeschwaders 52

JG 52


3. Gruppe

7./, 9./ Staffel

Dammers, Hans

Oberfeldwebel
* Postum z. Leutnant befördert

Geb. 08. 12. 1913 Scherpenberg/Rheinland, †  17. 03. 1944 Stanislau

Ritterkreuz: 23.08.1942  Deutsches Kreuz:  10. 07. 1942  Ehrenpokal:  29. 06. 1942
113 Luftsiege an der Ostfront.  ( dazu noch 23 ohne Zeugen )
Viele Bodenziele zerstört oder zumindest sehr schwer beschädigt.

Seit  Sommer  1941  gehörte er der 7./JG 52 an  und erzielte  an der  Ostfront am 31.08.1941, seinen 1. Luftsieg.  Bis ende des Jahres hatte er  9  Luftsiege errungen. Er entwickelte sich in den folgenden Monaten zu einem Experten der III./JG52. Am 17.07.1942 wurde er über Feindgebiet abgeschossen, konnte sich dann selbstständig aber wie der bis zu den eigenen Linien durchschlagen. Das Ritterkreuz wurde ihm nach 51. Luftsiege, am 23.08.1942, als Feldwebel, Flugzeugführer in der 9./JG 52 und auch für seine zusätzlichen vielen erfolgreichen Tiefangriffe verliehen. Unter Anderem hatte er: 11 Flugzeuge am Boden zerstört; 8 Lokomotiven bzw. Züge und 34 Lkw; sowie 39 bespannte Transportfahrzeuge; Marschkolonnen. Dazu noch 3 Artilleriestellungen und ein gepanzertes Fahrzeug, im Tiefangriff zerstört.

Bis Ende 1942 konnte er seine Abschusszahlen ständig erhöhen auf 89. Luftsiege, den 90. hatte er am 21.03. 1943, am 05.05.1943 fiel der 100. an der Ostfront.

Nun wurde Dammers als Jagdlehrer zur Erg. Gruppe Ost versetzt und hatte dort am 23.07.1943 einen schweren Flugunfall. Ende Januar 1944 kehrte er zur Ostfront zurück zur 9./JG 52 “Karaya“ und schoss weiter ab.

Am 13,03.1944 wurde er bei Oleschin von den Trümmern eine von ihm abgeschossenen Lag-5 getroffen und blieb beim Fallschirmabsprung an der Tragfläche seiner Bf 109-G 6  hängen. Am 17.03.1944 erlag er im Lazarett- Stanislau seinen schweren Verletzungen.

Ofw. Hans Dammers, nach seinem 100. Luftsiege, während seiner Zugehörigkeit bei der Ergänzungsgruppe Ost, im Sommer 12943, jeweils neben beide markierten Seiten vom seinem Seitenruder

Ofw. Hans Dammers, nach seinem 100. Luftsiege, während seiner Zugehörigkeit bei der Ergänzungsgruppe Ost, im Sommer 12943, jeweils neben beide markierten Seiten vom seinem Seitenruder

Diese im Original bei uns vorhandenen Fotos  von den beiden Seiten des Seitenruders aus dem Jahr 1943, sind eine absolute Rarität, denn es war eines der seltenen beidseitig markierten Seitenruder überhaupt.
Dammers hat dieses Seitenruder nur während seiner Zugehörigkeit zur Ergänzungsgruppe Ost, so an seiner Maschine gehabt. Vor der Rückversetzung zum JG 52, hat er das Seitenruder während eines Genesungsurlaubes, als Erinnerungsstück dann mit nach hause genommen.
Dort hat es auch nach seinem Tode, den restlichen Krieg überlebt. Noch erstaunlicher ist, dass es dann nach dem Kriege  u. A. fast 50 Jahre in einem ehemaligen Hühnerstall verbracht hat, bis es dann durch einen evangelischen Pfarrer letztendlich über einen Sponsor zur TG-JG 52 e.V. als Leihgabe kam.
( Seitenruder-Typenschild Werk- Nr.: 3933  und  S. Nr. 109 313 F  der Messerschmitt AG – Wiener Neustadt Flugzeugwerke.)

Das Seitenruder ist technisch noch in sehr gutem Zustand. Einzig die Lackierung wird demnächst restauriert werden müssen, um es dann hernach neben Grafs berühmtem Seitenruder im Technikmuseum Sinsheim-Speyer wieder ausstellen zu können.

Beide folgenden Fotos stammen vom Ende August 1942 und entsprechen sicher nicht der damaligen Vorstellung von Disziplin, für höhere Ordensverleihungen. Gerade aus diesem Grunde aber, stellen wir hier beide Fotos ein.

Wie man gut ersehen kann, geht es hier nur leicht militärisch zu. Dammers schafft es trotz herzhaftem Lachen immer noch, seine Hände in der Stillgestanden – Position zu belassen. Im JG 52 ging es seid Kriegsbeginn immer schon sehr unpolitisch zu und Berlin war immerhin weit weg vom russischen Südabschnitt.
Auch der damalige Oberleutnant Hermann Graf, Staffelkapitän der 9./JG52 und schon Schwerterträger, der hier die Ritterkreuzverleihung vornimmt, kann sich ein Grinsen auch nicht mehr verkneifen!

Noch eine Besonderheit: Hans Dammers hatte das Deutsche Kreuz i. Gold, schon vor mehr als einem Monat verliehen bekommen und dennoch, trägt er es bei der Ritterkreuzverleihung nicht, obwohl dieses ( nach HDV+LDV ) so vorgeschrieben war.

Die Aufnahme von dem  hoch dekorierten Teddybären ( Hersteller Steif) ist vom Umfeld her sicher in der Heimat, während des Ritterkreuz-Sonderurlaubes geschossen worden.

Die Aufnahme von dem hoch dekorierten Teddybären ( Hersteller Steif) ist vom Umfeld her sicher in der Heimat, während des Ritterkreuz-Sonderurlaubes geschossen worden.

Hans Dammes muß für damalige Verhältnisse, schon ein besonderer Spaßvogel gewesen sein, was die beiden oberen Fotos fast eindeutig belegen!

Wahrscheinlich hat Dammers dann als Fronturlauber in zivil, selbst dieses Arrangement gemacht, um zuhause zumindest immer von seinem Teddybären, mit seinen eigenen und hart verdienten Orden gegrüßt zu werden.

( N.B. &  M.H.H.W. )

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