Heinrich Sturm

Hauptmann


* 12.06.1920 Dieburg/Hessen
† 22.12.1944 Csor/Ungarn

RK 26.3.1944 als Leutnant, DK 30.8.1943, EP 26.7.1943


Er kam im Sommer 1941 als Feldwebel zur 6./JG 52 an die Ostfront und erzielte 1941 seine ersten drei Abschüsse. Dann war er lange Zeit Jagdlehrer und auf der Kriegsschule. Im November 1942 kehrte er an die Front zurück, kam zum Stab II./JG 52 und wurde am 1.1.1943 zum Leutnant befördert. Bis zum 17.12.1942 hatte er 9 Luftsiege erzielt. Im Frühjahr 1943 begann sein Aufstieg in die Spitzengruppe der deutschen Jagdflieger: 20. Luftsieg am 15.4.1943, 5 Abschüsse am 20.4.1943 (26. – 30.), 40. am 30.6.1943 und 75. am 30.11.1943. Seit dem 1.9.1943 führte er die 4./JG 52. Am 23.3.1944 erzielte er seinen 100. Abschuß und wurde mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 16.4.1944 wurde er auf dem Flugplatz Chersonez/Krim durch Bombensplitter schwer verwundet, kehrte erst Ende August 1944 an die Front zurück und wurde Staffelkapitän 5./JG 52. Zu diesem Zeitpunkt hatte er 111 Abschüsse. In den nächsten Monaten kämpfte er im ungarischen Kampfraum äußerst erfolgreich und trieb seine Erfolgszahl stetig nach oben.

Am 22.12.1944 erzielte er zwei Abschüsse. Beim Start zum nächsten Feindflug blieb er auf dem Flugplatz Csor mit dem Fahrwerk an einem Lastkraftwagen hängen und stürzte tödlich ab (Bf 109G-6, 442036, “Schwarze 11”).

158 Luftsiege an der Ostfront, weit über 350 Feindflüge.

(  © + ®  Dokumentation von Ernst Obermeier & Robert Emmert & Norbert Beyerlein &  Bernd Barbas & M.H.H.W.  und Archiv TG-JG52 e. V. )