Johannes Wiese

Major


* 17.03.1915 Breslau/Schlesien
† 16.08.1991 Celle/Niedersachsen

Ehrenpokal: 06.11.1942; Deutsches Kreuz in Gold: 08.02.1943
Ritterkreuz am 5.01.1943 als Hauptmann, Staffelkapitän. 2./JG 52
Eichenlaub am 2.03.1944 als Major, Kommandeur I./JG 52
133 Luftsiege an der Ostfront, bei etwa 500 Feindflügen


Johannes Wiese trat 1934, als Offiziersanwärter in das Infanterie-Regiment, 6. Heer, ein, kam 1936 zur Luftwaffe, in welcher er als Oberfähnrich übernommen wurde. Am 01.04.  1937, zum Leutnant befördert, kam er im September 1938, zur Fliegerersatzabteilung, 17. Quedlinburg, und kam danach als Oberleutnant an die Ostfront zum Jagdgeschwader 52 zum Stab als Adjutant. Zusammen mit dem damaligen Kommodore des JG 52, Major Johannes Trübenbach, flog er viele Einätzte als dessen Rottenflieger.

Auch bei der Bekämpfung von Bodenzielen waren beide sehr erfolgreich und wurden dafür auch namentlich im Wehrmachtsbericht genannt.

Am 23.09.1941, erzielte er seinen 1. Luftsieg, am 26.06.1942, seinen 7. Luftsieg und wurde als Staffelkpt. zur 2./JG 52 versetzt, hatte am 25.10.1942, seinen 33. Abschuss und am 25.12.1942,  den 50. Abschuss.

Nach dem 53. Abschuss wurde Hauptmann Johannes Wiese am 5.01.1943, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 08.02.1943, wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Bei den Russen erhielt er den Beinamen Kurbanskilöwe, weil er im Luftkampf so verbissen kämpfte und niemals aufgab, bis er dann letztendlich seinen Luftkampfgener zum Abschuß brachte.

Wiese wurde am 11.05.1943, mit der Führung der I./JG 52 beauftragt, hatte am 08.06.1943, seinen 75. Luftsieg errungen und am 28.10.1943, den 125. Abschuss an der Ostfront  errungen, wofür er zum Major befördert wurde.

Nach dem 133. Abschuss wurde ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz am 02.03.1944, verliehen, welches ihm am 04.04.1944, auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden zusammen mit Barkhorn, Hartmann und Krupinski alle vom JG 52, persönlich vom Führer  überreicht wurde.
Am 1.06.1944, wurde Wiese zur Verbandsführerschule des Generals der Jagdflieger versetzt. Im Oktober kam er zum Geschwader Stab des JG 77 in der Reichsverteidigung.  Am 1.12.1944, wurde er zum Kommodore des Jagdgeschwaders  77 ernannt.
Im Luftkampf am 24.12.1944, wieder einmal von einer Spitfire verwundet, musste er mit dem Fallschirm abspringen. Bis Kriegsende befand er sich im Lazarett.
Am 6.09.1945, wurde Wiese von den Amerikanern an die Russen ausgeliefert und kam bis 1949 in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Restliche Verleihungsdaten/Beförderungen, usw., soweit bekannt:
EK II: 27.09.1941;    EK I:  01.05.1942
Frontflugspange in Gold: 13.07.1942

Wiese trat beim Aufbau der Bundeswehr – Luftwaffe  wieder in den aktiven Dienst ein.
Als Oberstleutnant, u.a. im Militär historischen Forschungsamt in Freiburg eingesetzt,
ging er am 10.11.1970 in Pension.

Grabstätte Johannes Wiese in Berlin-Nikolassee

Grabstätte Johannes Wiese in Berlin-Nikolassee

(  © + ®  Dokumentation von Ernst Obermeier & Robert Emmert & Norbert Beyerlein &  Bernd Barbas & M.H.H.W.  und Archiv TG-JG52 e. V. )

 

Gruppen

Staffeln