1940

Mittwoch, 15. Mai 1940

Der Kommandeur I. Gruppe Hptm. v. Eschwege muß nach Luftkampf im Raum Lüttich infolge Beschußschäden in der Nähe von Lüttich notlanden. Bf 109 E-3 –  Schaden 85%.

Ltn. Kurt Kirchner vom Stab l. Gruppe, wird im Raum Charleville abgeschossen. Er kann sich mit dem Fallschirm retten, gerät aber in französischer Gefangenschaft.

(nach dem Waffenstillstand kehrt er zur Gruppe zurück). Beim Start vom Fpl. Wengerohr entsteht ein Fahrwerkschaden (40%) an einer Bf 109 E-3 der ll. Gruppe, vermutlich ist sie ausgebrochen. Flugzeugführer bleibt unverletzt.

Damit keine Langeweile aufkommt und die Männer beschäftigt sind, verlegt die lll. Gruppe von Mannheim aus auf den Feldflugplatz Ippesheim bei Bad Kreuznach/ Pfalz.

Donnerstag, 16. Mai 1940

Aus nicht bekannter Ursache macht Uffz. Franz Gillhaus, l. Gruppe, am Fpl. Hoppstädten mit seiner Bf 109 E-1 eine Bauchlandung mit geringem Schaden.

 

Samstag, 18. Mai 1940

Um 17.30 Uhr startet die 8. Staffel unter Führung von Oltn. Ehrlich von Trier-Euren aus zum Feindflug über Frank­reich. Sie sollen im Raum Nancy für einen Aufklärer vom Typ He 111 Jagdschutz geben. Nach dem das Rendez­vous mit der 111 klappte erschienen ca.10 französische Curtiss P-36 Jäger und wollten der Heinkel ans Leder. In dem nun folgenden Luftkampf etwa um 18.30 Uhr, konnten bei einem eigenen Verlust durch Oltn. Ehrlich, Oltn. Rall, Ltn. Otto Decker und Ofw. Walter je eine Curtiss abgeschossen werden. Obfw. Walter mußte wegen eines Motortreffers im Niemandsland, südwestlich von Merzig, notlanden. Zum auftanken wird um 19.15 Uhr in Mannheim gelandet. Anschließend Start und Rückflug nach Ippesheim.

Sonntag, 19. Mai 1940

Bei der Landung am Fpl. Hoppstädten bricht eine Bf 109 E-1 der l. Gruppe aus und wird zu 25% beschädigt.

Montag,  20.  Mai 1940

Obwohl heute kein “Luftwaffen-Reisetag“ ist, verlegt die lll. Gruppe von Mannheim zurück nach Trier-Euren.

Mittwoch, 22. Mai 1940

l. Gruppe verlegt von Hoppstätten nach Charleville/Frankreich.

Freitag, 24. Mai 1940

Ltn. Martin Mund, 4. Staffel, ist der erste Gefallene der ll. Gruppe. Im Luftkampf mit französischen Jägern wird er bei Longwy tödlich abgeschossen. Bf 109 E-3.

 

Samstag, 25. Mai 1940

Oltn. Carl Lommel muß mit seiner kompletten 1. Staffel (8 Bf 109 E) bei äußerst schlechter Wetterlage wegen Spritmangel in der Nähe von Eindhoven/NL notlanden, Dadurch ist die Staffel für die nächsten Tage nur bedingt ein­satzfähig. Ob es für Oltn. Lommel disziplinarisch ein Nachspiel gegeben hat ist nicht bekannt.

Sonntag, 26. Mai 1940

Verlegung der l. Gruppe von Charleville nach Laon/Frankreich. Die 9. Staffel startet am frühen Morgen zum Einsatz. Bei Dietenhofen, nördlich von Metz, kommt es um 06.25 Uhr zum Luftkampf mit französischen Jägern vom Typ P-36. In dessen Verlauf wird Ltn. Helmut Planer abgeschos­sen. Da keiner sein Verbleib gesehen hat wird er zunächst als vermißt gemeldet. Später wird er tot im Wrack sei­ner Bf 109 E-1 aufgefunden.

Montag, 27. Mai 1940

Einsatz, zumindest von der 3. Staffel, über Dünkirchen. Auf dem Rückflug Zwischenlandung in Cambrai. Nach auf­tanken und munitionieren, Start zu einem erneuten Einsatz in die Räume Dünkirchen, Boulogne und Calais.

Dienstag, 28. Mai 1940

Verlegung der 3. Staffel nach Toume. Die Flugzeugführer erhalten ein feudales Quartier in einem Landhaus.

 

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